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Unser Thema des Monats October 2017: Aufmerksamkeit und Bewusstsein
Aufmerksamkeit und Bewusstsein – wie wir unsere Wahrnehmung lenken

Wir nehmen nur einen Bruchteil unserer Umwelt bewusst wahr. Denn würden wir alle Reize bewusst wahrnehmen, die in einem einzigen Moment auf uns einprasseln, wären wir schlichtweg überfordert. Um eine Auswahl der relevanten Reize zu treffen, verfügen wir über die Fähigkeit, unser Bewusstsein auf bestimmte Dinge zu lenken.

Dinge, die wir dadurch mit hoher Aufmerksamkeit betrachten, werden von uns später auch besser erinnert.  Die Dinge, die wir nicht ansehen, bekommen wir nicht mit.Ein Großteil der Informationen, die wir aufnehmen, verarbeiteten wir nicht bewusst. Diese unbewusst aufgenommenen Informationen können uns später tendenziell auch beeinflussen, in den meisten Fällen vergessen wir sie aber schnell, da sie nicht relevant für uns sind. Ein Beispiel ist die Farbe von Vorhängen oder dem Fußboden in einem Restaurant. Wir nehmen sie zwar wahr, achten aber nicht darauf und können uns später auch nicht erinnern.

Da unser Informationsverarbeitungssystem begrenzt ist, nutzt man das Konzept der Aufmerksamkeit, um zu erklären, welchen Reizen der Umwelt wir besondere Beachtung schenken und welche wir dann entsprechend erinnern können. Die Frage ist, wie sich eine optimale Ausnutzung unserer begrenzten kognitiven Ressourcen bewerkstelligen lässt. Oft wird der Begriff Aufmerksamkeit genutzt, um der Zuteilung unserer Ressourcen zu wichtigen Informationen Rechnung zu tragen. „Aufmerksamkeit“ bezeichnet einen Zustand konzentrierter Bewusstheit.

William James schrieb im Jahr 1890, jeder wisse was Aufmerksamkeit ist. Dennoch fällt die Beschreibung schwer. Nach James ist Aufmerksamkeit „die Inbesitznahme von mehreren simultan möglichen Gegenständen oder Gedankensträngen durch den Geist in klarer und lebendiger Form. Die Fokusbildung, die Konzentration des Bewusstseins sind ihr Wesen. Sie setzt Rückzug von einigen Dingen voraus, um effektiv mit anderen umgehen zu können.“

James gilt als Begründer der amerikanischen Psychologie als Wissenschaft. Er ging in seiner Forschungsarbeit stets davon aus, dass Körper und Geist eine Einheit bilden und beide gemeinsam das Bewusstsein prägen.

Heute wissen wir: mit Hilfe unserer Aufmerksamkeit ordnen wir die Welt um uns herum. Dabei können wir immer nur einen Bruchteil der Informationen aufmerksam, also bewusst, verarbeiten, die in jeder Sekunde auf uns einströmen. Unsere Aufmerksamkeit ist limitiert, wir müssen uns entscheiden, welchen Dingen wir Aufmerksamkeit schenken. Dinge, die unsere Aufmerksamkeit nicht erhalten, nehmen wir kaum wahr. Ein Beispiel für die Limitation unserer Aufmerksamkeit bieten Experimente zum so genannten „dichotischen“ Hören.

Die auditive Aufmerksamkeit wird häufig über Aufgaben zum dichotischen Hören getestet. Unter dichotischem Hören (dich-ot-isch von griechisch δ?χα, entzwei, getrennt und ?τ- (Ohr)) versteht man das Hören von gleichzeitig dargebotenen, aber seitenunterschiedlichen Hörsignalen. Eine Person hört beispielsweise zur selben Zeit auf jedem Ohr verschiedene Wörter oder Sätze. Dabei soll sie sich auf die Nachricht aus einer Seite konzentrieren, ihre Aufmerksamkeit auf nur eine Nachricht lenken. Das gelingt den meisten Menschen gut, und sie können anschließend diese Nachricht wiedergeben. Allerdings geht die nicht beachtete Information verloren beziehungsweise sie wird nur schwach verarbeitet und bruchstückhaft erinnert. Von dem Inhalt der Nachricht bekommt man kaum etwas mit. Man kann das über die Verarbeitung der Signale in den Ohren erklären. Die Informationen der beiden Ohren werden auf verschiedenen Nervenbahnen weitergeleitet. Es erscheint daher plausibel, dass das Gehirn über die Aufmerksamkeit die Nervenbahnen auswählt, deren Information weiterverarbeitet wird. Die Aktivität der anderen Nervenzellen wird gleichzeitig reduziert. Daher bekommen wir von diesem Ohr im wahrsten Sinne des Wortes nichts mit.

  Die Dinge, die wir nicht ansehen, bekommen wir nicht mit.Ein Großteil der Informationen, die wir aufnehmen, verarbeiteten wir nicht bewusst. Diese unbewusst aufgenommenen Informationen können uns später tendenziell auch beeinflussenÄhnlich ist es mit dem Sehen. Es kann immer nur ein bestimmter Anteil des visuellen Feldes mit hoher Aufmerksamkeit registriert werden. Wenn wir auf eine Stelle blicken, entscheiden wir uns, bestimmte Informationen aus der potenziellen Menge herauszufiltern. Zudem weist das Bild auf der Retina unterschiedliche Schärfe auf. Die maximale Sehschärfe tritt in der so genannten „Fovea“ auf. Die Fovea ist eine im Zentrum des so genannten „Gelben Flecks“ gelegene  Einsenkung. Auf dem Gelben Fleck wird die maximale Dichte an Zapfen erreicht. Zapfen sind die Rezeptoren, also Empfangsstellen, für das Sehen von Farben.

Wenn wir einen Punkt fixieren, richten wir unsere Augen so  aus, dass die Fovea genau auf diesen Punkt gerichtet ist und  damit maximale visuelle Verarbeitungsressourcen zur Verfügung stehen. Wird die Aufmerksamkeit auf diese Weise auf bestimmte Bereiche im Raum gelenkt, tritt etwa 70 bis 90 msec  nach dem Erscheinen des Reizes (z.B. ein Tisch) eine neuronale Reaktion im visuellen Kortex auf. Wird eine komplexere Verarbeitung erforderlich (z.B. Tische beachten, Stühle nicht) wird nach ca. 200 msec eine Reaktion im Kortex sichtbar. Es dauert also nur Millisekunden, bis uns unser Gehirn interpretiert hat, was die Augen gerade sehen. Dabei versorgt es uns ungefragt mit weiteren Informationen. Wir erkennen ein Objekt zum Beispiel als Tisch, finden ihn schön oder hässlich und können einschätzen, ob wir uns an ihn setzen wollen.

Aufmerksamkeit und Bewusstsein sind verwandte Prozesse. Zum Bewusstsein zählen die grundlegende Bewusstheit innerer und äußerer Prozesse, die Reflektion über das, was einem bewusst ist und das Bewusstsein seiner selbst als bewusstes und reflexives Individuum.
„Bewusstsein“ meint das individuelle Erleben von Sinneswahrnehmungen oder Gedanken. Das Bewusstsein ist gebunden an die Ich-Perspektive und deswegen subjektiv. „Bei Bewusstsein sein“ lässt sich definieren als Erregungsniveau eines kognitiven Systems. Mehrere subcortikale Hirnstrukturen bestimmen das globale Aktivierungsniveau des Gehirns; die Aktivität in diesen Arealen korreliert mit unterschiedlichen Wachheitszuständen.

Aufmerksamkeit bezeichnet also die Bereitschaft des zentralen Nervensystems, Informationen aufzunehmen und in unserem Bewusstsein zu verarbeiten.

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