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Die Selleriewurzel ist eine der häufigsten Ursachen einer Nahrungsmittelallergie in Nordeuropa, es betrifft etwa vier bis fünf von 1.000 Menschen. Sie reagieren auf Sellerie mit Juckreiz und Schwellungen im Mund- und Rachenraum, manche sogar mit einem lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock. Allergieauslöser, sogenannte Allergene, sind oft harmlose Eiweiße (Proteine) von Nahrungsmitteln oder Pollen, auf die unser Immunsystem „überempfindlich“ reagiert und ähnlich wie gegen Erreger Abwehrstoffe (Antikörper) bildet. Bisher waren bei Sellerie sechs Proteine als Allergene bekannt.
Oft haben Menschen, die allergisch auf Sellerie reagieren, gleichzeitig auch eine Allergie gegen Beifußpollen. Warum das so ist, war bislang nicht geklärt. Es gab keine Hinweise darauf, dass Antikörper, die bei Allergikern gegen die bekannten sechs Sellerie-Allergene gebildet werden, auch Proteine des Beifußpollens erkennen würden. In einem solchen Fall würde man über eine „Kreuzallergie“ sprechen. Ein internationales Forschungsteam unter Federführung des Paul-Ehrlich-Instituts hat jetzt ein bisher unbekanntes Allergen in der Selleriewurzel identifiziert. Dieses Allergen, ein Protein mit dem Namen Api g 7, könnte die bisher nicht aufgeklärte Verbindung zwischen Knollensellerie- und Beifußpollen-Allergie sein. Analysen zeigten, dass im Knollensellerieextrakt ein ähnliches Protein vorhanden ist. In weiteren Untersuchungen fand man heraus, dass Api g 7 Protein aus Knollensellerie Kreuzreaktivität mit dem Hauptallergen aus Beifußpollen zeigt. Dies ist wahrscheinlich der Grund für die bereits bekannte Verbindung zwischen Knollensellerie-Allergie und Beifußpollen-Sensibilisierung. (Deutsches Grünes Kreuz)